Der Traum von Daidalos (Pandora – Sneak Peek 2)

Ein weitläufiges Turmgeschoss, die Tische voller chaotisch bemalter Pergamente – Konstruktionszeichnungen, unentwirrbare Zeichenkombinationen, Bilder von Maschinen, Landschaftsskizzen… dazwischen Federn, Tintentiegel, Metallräder mit Zähnen, einige goldig-irisierende Perlen in einer kleinen Schale.

Ein hochgewachsener Mann mit einem langem Bart und wirrem Haarkranz steht mit Zirkel und Feder vor einem großen Pergament. Er fährt plötzlich herum, dass sein kurzer Mantel rauscht, mit entsetzt aufgerissenen Augen, dann beruhigt er sich schnell. „Ach, du bist es… was? Wer… was willst du hier?!“ Weiterlesen

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Der Traum von Minos (Pandora – Sneak Peek 1)

Ein gewaltiger Thronsaal, Wände, Böden und Decken sind kunstvoll bemalt. Säulenreihen und flackernde Feuerschalen machen den hohen Raum unübersichtlich und werfen zuckende Schatten.

Ein großer Mann mit prachtvoll geflochtenem Bart und einem goldenen Reif auf dem Kopf, steht vor einem schmalen Fenster und blickt hinaus auf die schäumende Brandung, hunderte Schritte in der Tiefe, das finstere Meer und die schwarzen Wolkenberge, deren Konturen sich hell am Nachthimmel abzeichnen. Er wirkt alt, gebeugt und gramvoll. Weiterlesen

Regeln im Rollenspiel (Teil 4) – Schlechte Regeln, „Handwedelei“ und Conflict-Resolution

… oder: „Spielwelt-Regel-Realismus versus »dramaorientierte« Regeln“. Seit langer Zeit treibt mich dieses Thema schon unterschwellig um, ohne dass ich das eigentliche Problem so genau benennen konnte. Es geht um die Frage, warum manche Regeln bei konsequenter Anwendung die Glaubwürdigkeit der Spielwelt in besonderem Maße aushebeln – beispielsweise, wenn SR4-Watcher nicht mal sinnvoll zum Pizzabestellen schicken kann, Krieger, die frisch von einer DSA-Akademie kommen, bei jedem dritten Angriffsversuch scheitern, oder warum Charaktere mit schlechten Klettern-Werten zu Plotbustern werden können – und um eine prominente Alternative, mit der man das Problem lösen oder zumindest abschwächen kann. Wie immer mit Disclaimer: ich will keine der genannten Systeme oder Spielweisen schlechtmachen, sondern nur als wertfreie Illustrationen verstanden wissen.

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