Zwischenbericht

Aus gegebenem Anlass ein persönlicher Zwischenbericht:

Das Gros meiner Prüfungen ist durch, drum wird ab jetzt auch hier auf dem Blog wieder mehr passieren.

Zunächst werde ich den Blog organisatorisch etwas überarbeiten und unter anderem neue Seiten mit Links zu Artikelserien aufbauen, damit sie leichter zugänglich werden als nur über die Schlagwort-Wolke. Zudem habe ich vor, ein paar Artikel, die wir noch bei Sphärengeflüster veröffentlicht haben, aus Vollständigkeitsgründen hierher zu übernehmen. Dann geht die Arbeit an Triakonta weiter, die in den letzten Monaten prüfungsbedingt ruhen musste. Da hinke ich dem ersten optimistischen Zeitplan etwas hinterher, aber es war nunmal viel los im wirklichen Leben.

Des weiteren ist ein neuer Grundsatz-Theorie-Artikel in Arbeit, der vielleicht auch eine neue Serie einleitet – ich möchte darin sowohl gängige „Rollenspieltheorien“ (wie etwa das Big Model) etwas aufarbeiten und selbst einen möglichst unvoreingenommenen, neuen Betrachtungswinkel auf das Pen&Paper-Rollenspiel als Ganzes werfen. Es sei schon mal vorweggenommen: das zentrale Konstrukt, um das es gehen wird, ist der ominöse „gemeinsame Vorstellungsraum“, im englischen Fachsprech „shared imagination space“. Dieses Ding sollte man einmal genauer unter die Lupe nehmen, denn es ist – meiner Ansicht nach – das zentrale Merkmal von P&P-Rollenspielen, in dem alle wesentlichen rollenspielspezifischen Probleme und Lösungen für selbige zu finden sind. Gleichzeitig handelt es sich um ein philosophisch und psychologisch hochinteressantes Konstrukt, das unter anderem wesentlich ist für zwiespältig diskutierte Dinge wie „Charakter-Immersion“ (im Gegensatz zur Spiel-Immersion), die „stances“, die man zu eigenem Charakter und zum Plot einnehmen kann, zur Interpretation und Bedeutung von Regeln für das Spiel und natürlich auch die gruppeninterne Interaktion auf verschiedenen Ebenen aufgreift. Das kann eine längere und ausführlichere  Sache werden, wo ich mir auch noch nicht ganz sicher bin, wie viele Artikel dabei rauskommen – es könnte aber auf Dauer schon mehr als eine Handvoll werden, denn ich sehe im Vorstellungsraum (und der individuellen Interaktion damit) wie gesagt *das* zentrale Element, das meiner Wahrnehmung nach viel zu wenig als eigentliches Kernthema der theoretischen Aufarbeitung oder Beschreibung des Rollenspiels betrachtet wurde, und aus dem heraus sich wesentlich bessere Beschreibungsansätze als beispielsweise „Spielertypen“ für Differenzen beim Spiel entwickeln oder diese sich zumindest auf einer fundierteren Basis (fundierter als „Leute sind halt so“) begründen lassen.

Soviel mal als erster kurzer Wiedereinstand, ich freue mich drauf, wieder mit Euch in Dialog zu treten.

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