Werkstattbericht (9.2): Kampagnen bei Pandora, 2. Teil

Hier gibt es den zweiten Teil der Beispielskampagne für Pandora: Der Schwarze Löwe. Den ersten Teil gibt es hier.

Verlauf der Kampagne, 1. Teil

Die Helden kehren nach Aulis zurück und Aigeus erstattet Hermolaos Bericht, der eine Verschwörung vermutet. Dringender scheint allerdings, dass seit einiger Zeit immer wieder Reisende nahe des Kithairon-Gebirges verschwinden, und die Besatzung eines dort gelegenen Wachturms nicht zum Rapport zurückgekehrt ist – Aigeus soll die Angelegenheit untersuchen. Antheia sucht währenddessen den Tempel der Artemis auf, wo sie von der alten Hohepriesterin Eukarpia aber zunächst abschätzig behandelt wird und sich zunächst beweisen soll, bevor man ihr dort helfen will.
Die Helden reisen nach Eutresis, einer kleinen Polis im Süden nahe des Kithairon, wo gerade Feste zu Ehren Dionysos stattfinden; der Statthalter Koïs kann keine Hilfe bieten außer einer Wegbeschreibung zum Wachturm an den Hängen der Berge. Dort angekommen finden die Helden keine Leichen, aber Spuren eines Kampfes; viele Asphodelien, die der Legende nach auch in der Unterwelt blühen, wachsen in dieser Gegend. Schließlich entdecken sie gegen Abend einen halbtoten Soldaten namens Chronius, der irr von einer schwarzen Bestie spricht, die just nach Einbruch der Dunkelheit erscheint. Der Schwarze Löwe ist ein furchteinflößender Gegner (Größenklasse 4 und Ätherisch), gegen den die Helden keine Chance haben und Reißaus nehmen – der Löwe lässt sie ziehen und nimmt stattdessen Chronius mit sich in die Unterwelt.

Aigeus und Antheia kehren nach Theben zurück, um dem Rat Bericht zu erstatten. Man entscheidet dort, die Helden erneut zum Tempel der Artemis in Aulis zu entsenden und dort nach Hilfe zu fragen, mehrere Ratsmitglieder schüren außerdem Misstrauen, indem sie über mögliche Freveleien spekulieren. Aigeus erhält einen Siegelring, der ihn als offiziellen Gesandten des Rates ausweist.
In Aulis hat die Hohepriesterin Eukarpia alle Frauen auf den Straßen Schleier verordnet, bis die Gesandte der Göttin, die sie im Traum gesehen hat, dort erscheint. Sie ist diesmal deutlich hilfsbereiter und offenbart ihr das Wissen, das die Göttin ihr gesandt hat: der Löwe ist ein Geschöpf von Hades und Nyx und durch weltliche Waffen nicht zu verletzen. Es soll Antheias Aufgabe sein, ihn zu erlegen – wie dies gelingen gehen kann, soll sie im Verborgenen Orakel von Delphi herausfinden, denn der Löwe als Geschöpf einer älteren Gottheit entzieht sich dem Einfluss der Olympier. Als göttliche Gabe werden Antheia drei Artemisische Mondlichtpfeile überreicht, die ihr bei der Jagd helfen sollen.
Problematisch daran ist, dass niemand in Theben den Weg nach Delphi kennt – das Verborgene Orakel liegt abgelegen im Parnass-Gebirge, nahe dem verfeindeten Phokis. Die Helden reisen in die befestigte Grenzstadt Onchestos, hören sich etwas um und rekrutieren den Späher Boxos, der sie in die freie Stadt Kyparissos im Gebirge bringen will, wohin angeblich immer wieder Pilger auf dem Weg nach Delphi Station machen.

Bei der Reise durch den wilden Parnass stoßen die Helden unter anderem auf Satyrn, mit denen es einmal zu einem Kampf auf einem schmalen Grat kommt, müssen eine breite Schlucht überqueren und ein schweres Sommergewitter überstehen. Schließlich ist es nötig, ein abgelegenes Dort im Schutz der Dunkelheit zu durchqueren, wo die wilden Bewohner gemeinsam mit den Satyrn ein orgiastisches Gelage zur Sonnwende feiern. Am Rande dieser Feierlichkeiten befreien die Helden zwei vermutlich als Opfer auserkorene Kinder und deren Mutter – hätte diese heimliche Aktion nicht funktioniert, wäre die Gruppe auf einen Riesentroglodyten als ersten großen Zwischengegner getroffen. Da Kyparissos nicht mehr weit ist, schicken sie Boxos mit den Befreiten, der diese nach Onchestos führen soll.
Die Stadt Kyparissos ist ein Schmelztiegel von Bergleuten, Holzfällern, Abenteurern und Ausgestoßenen. Im Gasthaus lernen die Helden Thyia kennen, eine skythische Sklavin des Wirts, die aufgrund von Spielschulden und Randalieren im Suff für ihn arbeiten muss. Die Skythin war auf dem Rückweg von Delphi und bietet sich als Führerin an, wenn die Helden sie mitnehmen – aufgrund des nicht ganz ungefährlichen Pflasters entscheidet man sich für eine diplomatische Lösung, erwirbt durch Beuteverkäufe an eine phoinikische Händlerkarawane genug Geld, um Thyia freizukaufen, die fortan die Gruppe begleitet.
Die Weiterreise nach Delphi verläuft mit wenigen Zwischenfällen und im dortigen Tempel der Erdmutter, der in einem idyllischen Tal voller friedlicher Tiere liegt, werden die Helden freundlich empfangen. Ihnen wird Zugang zum Verborgenen Orakel gewährt, das tief in einem Höhlensystem unter dem Omphalos-Stein, der Legende nach der Mittelpunkt der Welt, liegt. Dort spricht eine Priesterin der Themis in Trance einen Orakelspruch, der besagt, dass der Schwarze Löwe nur durch die Waffen des Jägerkönigs Aktaion zu besiegen ist. Aigeus weiß, dass Aktaion ein früherer König in Orchomenos war – es gilt also, sich auf den Weg in die Hauptstadt des Feindeslands Phokis zu machen…

 

Verlauf der Kampagne, 2. Teil

Die Helden machen sich auf den Weg Richtung Orchomenos, werden beim Nachtlager am Pass von einer Gruppe Banditen überfallen, deren Anführer ein ehemaliger phokischer Soldat mit einigen hilfreichen Informationen über das Land ist. Die phokische Hauptstadt kann ohne größere Probleme betreten werden und die Helden kommen in einer zwielichtigen Absteige unter. Bei ihren Nachforschungen in der Stadt erfahren die Helden schnell, dass seit einiger Zeit des Nachts Untote auf dem Friedhof umgehen und man bisher keine Ursache dafür gefunden hat. Im Tempel des Apollon offenbart der Gott (wohl auf Bitten seiner Schwester Artemis) den Priestern nicht den Grund für die ruhelosen Toten. Der Apollon-Kult übernahm das Patronat von Orchomenos, weil nach dem Tod Aktaions die Priesterschaft der Artemis, welche vorher die wichtigste Stadtgottheit war, gemeinsam mit dessen Familie die Stadt verließ. Später wird sich herausstellen, dass jener Artemis-Kult im Tempel von Aulis aufging und die dortige Hohepriesterin Eukarpia ebenfalls Aktaions Haus entstammt. Die Helden erfahren außerdem lokale Gerüchte und interessante phokische Sichtweisen über die Boiotier, die beide unterschiedliche Begründungen für den Krieg ihrer Reiche haben.

Die Helden beschließen, das Gräberfeld zunächst bei Tageslicht zu untersuchen, und schließen sich geschickt einer Prozession von Klageweibern bei einer gerade stattfindenden Beerdigung an; die königlichen Grüfte sind jedoch versperrt. Sie erregen dennoch das Aufsehen einiger Einheimischer und werden schließlich von königlichen Soldaten, die Fremden gegenüber misstrauisch sind, durchsucht und als Spione vor König Erginos geführt. Dieser möchte zunächst mehr von ihnen erfahren, bevor er sie durch wilde Hunde hinrichten lässt; Antheias Status als Priesterin der Artemis lässt ihn vorsichtig sein, und als die Helden anbieten, das Problem der Untoten zu untersuchen, gewährt er ein Gottesurteil. Die Helden bestehen die Prüfung und Erginos gewährt der Gruppe Zugang zur königlichen Gruft, in der unter einer Reihe von orchomenischen Herrschern auch Aktaion liegt.
Das Königsgrab ist ein kleiner Dungeon mit mehreren Kammern, der voller Untoter (ehemaliger Diener und Soldaten der Herrscher) steckt. Es gilt einige Kämpfe zu bestehen, bevor es schließlich zu einem Gespräch mit dem Geist Aktaions kommt, der von Artemis aus seinem Todesschlaf geweckt wurde. Er weist die Helden an, seine fehlenden Gebeine zu suchen und Erginos soll zur Wiederherstellung seiner Familienehre eine Statue am Ort seines Todes aufstellen lassen. Der tote König weiß nicht, wo seine Gebeine liegen, wohl aber, dass seine Familie Phokis verließ und seine letzte Verwandte in einer Hafenstadt im Osten lebt. Die Helden vermuten richtigerweise, dass man im Artemis-Tempel von Aulis mehr darüber wissen könnte und nehmen die Aufgabe an.
König Erginos ist bereit, Aktaions Bitte nach einer Statue zu erfüllen und lässt die Helden ziehen mit dem Auftrag, die Erlaubnis hierzu beim Thebanischen Rat zu erbitten. In einem letzten Gespräch mit Ergyios, dem Hohepriester Apollons wird außerdem der Grundstein für ein mögliches Ende des ewigen Kriegs zwischen Phokis und Boiotien gelegt – dies würde den Zwillingsgöttern Artemis und Apollon sicher gefallen, davon sind sowohl Antheia wie Ergyios überzeugt.

 

Verlauf der Kampagne, 3. Teil

Die Helden reisen zurück nach Boiotien, wo der Schwarze Löwe inzwischen sein Jagdgebiet immer weiter ausdehn hat; ein ganzes Dorf soll er bereits ausgelöscht haben, und wen er nicht in den Tartaros verschleppt, der erhebt sich später als Untoter, so berichten die wenigen Überlebenden. Der Rat gibt sich offen gegenüber Erginos‘ Anliegen, eine Statue Aktaions aufstellen zu lassen, und in Aulis berichtet die alte Eukarpia schließlich, eine Enkelin Aktaions zu sein, die nach den politischen Verwerfungen in Folge dessen Todes zur Priesterin wurde. Sie weiß, dass ihre Urgroßmutter Autonoë sich damals bereits daran machte, den Leichnam ihres Sohne zu suchen und zu bestatten – sie hat aber nie mehr von ihr gehört, entweder hat sie nicht alle Knochen gefunden oder nicht alle in Orchomenos bestatten lassen. Auch kennt Eukarpia Erzählungen über die jungen Jahre Aktaions beim uralten Kentauren Cheiron, der ein weiser und den Menschen wohlgesonnener Unsterblicher sein soll – er könnte immer noch wie damals in seiner Höhle im Helikon-Gebirge leben und vielleicht mehr über das Schicksal seines Schülers wissen.

Die Helden reisen nach Thisbe, der „Taubenumflatterten“, einer boiotischen Polis am Golf von Korinth südlich des Helikon. Es stehen Weinfeste an und man erfährt im Tempel der Demeter, dass es seit Generationen Sitte ist, dem Kentauren Cheiron eine Ladung Amphoren zu überlassen. Die Helden reisen mit dem Transport zu einer gewaltigen Eiche in den Bergwäldern, wo sie auf den unsterblichen Kentauren treffen. Er lädt sie in seine Höhle ein, wo sie ein uralter Hund begrüßt – der letzte überlebende von Aktaions Meute, der einen Finger seines Herrn zu dessen altem Lehrer trug und von Artemis bis heute am Leben erhalten wurde. Der alte Hund weicht nicht mehr von Antheias Seite, und es ist offensichtlich für den Kentauren wie für die Helden, dass er ihnen bei ihrer Suche nach den Gebeinen Aktaions helfen soll.
Der Hund führt die Gruppe in den nächsten Tagen durch das Helikon-Gebirge ins abgelegene Koroneia, wo sich ein großer Tempel des Hades befindet. Der uralte Priester dort kann berichten, dass sich Aktaions Mutter Autonoë hier bestattet wurde; er erlaubt den Helden, ihr Grab zu öffnen unter der Bedingung, dass sie eine Nacht im Tempel verbringen, um vor dem Gott der Unterwelt die Erlaubnis dafür zu erhalten. In der folgenden Nacht erfahren die Helden unter Einfluss von Mohn und Räucherwerk eine Vision von Hades, der ihnen nachhaltig abrät, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen und mit ewiger Qual nach ihrem Tod droht – nicht aber mit ihrem Tod selbst, denn Artemis hält ihre schützende Hand über Antheia und Aigeus. Leider gilt dies nicht für die Skythin Thyia, die am folgenden Morgen nicht mehr erwacht. Dennoch bewahren die Helden ihren Mut und entdecken an der Grabstele von Autonoë ein Geheimfach, das unter anderem ein silbernes Amulett mit einem Fingerknochen enthält.

Nach der Bestattung der Gefährtin reist die Gruppe weiter gen Osten, wo der alte Hund sie an die Ausläufer des Kithairon führt, in das Geisterdorf Plataia, das vom Schwarzen Löwen entvölkert wurde. Nach einer grausigen Nacht, in der sie sich einer ganzen Horde untoter ehemaliger Dorfbewohner erwehren müssen, erreichen sie schließlich den Parthenischen Quell, an dem die Tragödie einst ihren Anfang nahm, als Aktaion dort Artemis und ihre Nymphen beim Bad überraschte. Die heilige Stimmung des Ortes verfliegt, als der Hund des Jägerkönigs schließlich die letzten Knochen Aktaions entdeckt und der Schwarze Löwe auf Weisung Hades‘ erscheint, um die Helden zu vernichten. Nur das Opfer des treuen Hundes, der von Artemis‘ Kraft erfüllt wird und sich der Bestie entgegenstellt, erlaubt Aigeus und Antheia die Flucht.
In einem Gewaltmarsch kehren die Helden über Theben zurück nach Orchomenos, wo Aktaions fehlende Gebeine zur Mittagsstunde feierlich in seinem Sarkophag beigesetzt werden, und das letzte geisterhafte Seufzen des Jägerkönigs die Helden anweist, erneut zu Cheiron zu reisen, da dieser seine Waffen aufbewahrt. Die Verstimmung der Heroen darüber währt nur kurz, schließlich galt es einen Fluch zu brechen und eine göttergefällige Aufgabe zu erfüllen. Der Kentaur ist selbst überrascht, dass die alten Waffen des Jägerkönigs (Bogen, Speer, Jagdmesser und Schild), die er damals als gewöhnliche Gegenstände in Verwahrung nahm, heute ätherische Telesmata sind, und bietet den Heroen an, den nächsten Winter bei ihm zu verbringen, wenn sie bei ihrer Aufgabe Erfolg haben.

 

Verlauf der Kampagne, Finale

Die Helden erfahren, dass der Löwe zuletzt nahe Eutresis gejagt habe und machen sich erneut auf den Weg dorthin durch eine zunehmend tot wirkende Landschaft. Unterwegs treffen sie auf ihre neue Mitstreiterin Glyke und den Gott Hermes in Gestalt eines seltsamen Wanderers, der ihnen die Bewusstlose anempfiehlt. Die Händlerin ist verwirrt genug ob ihrer neuen Lage (eben wurde sie noch nahe Korinth überfallen) und schließt sich den beiden aus Mangel an Alternativen an. Da die Gruppe weiß, dass es Hades auf sie abgesehen hat, wollen sie sich beim verlassenen Wachturm auf einen Angriff der Bestie einstellen. Diese aber kommt nicht allein, sondern begleitet von einer Rotte untoter Grenzsoldaten. Es kommt zu einem längeren Gefecht im und um dem Wachturm, in dem die Helden alle Register ihres Könnens (sowie ihrer Heldenpunkte) ziehen müssen, bis sie dem Schwarzen Löwen mehrere schwere Treffer zufügen und dieser sich zurückzieht. Nach der Versorgung ihrer Wunden folgt die Gruppe der Spur des Löwen anhand der vielen Asphodelien, der Blumen der Unterwelt, die in eine tiefe Höhle führt. In den oberen Bereichen haust eine Horde Troglodyten, derer sich die Helden erwehren müssen, bis sich ihnen tief in der Erde schließlich sogar körperlose Schatten aus der Unterwelt entgegenstellen, die jedoch mit Aktaions Waffen vertrieben werden können. Nach der Durchquerung des unterirdischen Höhlenlabyrinths erreichen die Heroen schließlich den Asphodeliengrund – den nebeldurchzogenen Außenbereich der Unterwelt, der in ewigem Zwielicht liegt.

Die Spurensuche wird hier sehr schwierig, und die Helden müssen mit einigen der Totengeister, die hier umherirren, Kontakt aufnehmen, um das Lager der Schwarzen Bestie zu finden. Die ersten von diesen sind König Minos und seine Frau Pasiphaë, der Antheia mehr über seinen Tod und die Hintergründe eines ihrer früheren Abenteuer auf Kreta (sie war dort, der Kult der atlantischen Mechanikoi den Aufstand der Automaten vom Zaum brach und die Stadt in Chaos und Verwüstung stürzte). Er weist den Helden den weiteren Weg, wo sie nach einiger Zeit auf das Feuer einer weiteren Gruppe von Toten stoßen, die für die Hintergründe ihrer Queste interessante Informationen haben: Aktaion selbst sowie die früheren Könige von Theben (Labdakos) und Orchomenos (Klymenos) – und den alten Hund, der sich für Antheia und Aigeus geopfert hat. Diese sind interessiert an den Folgen ihrer Tode und bringen die letzten fehlenden Puzzlestücke des Hintergrunds zusammen – unter anderem wird nun klar, dass der Rat von Theben eine wesentliche Triebfeder des ewigen Krieges mit Phokis ist.

Die letzte Gruppe Geister bildet einen dramaturgischen Höhepunkt der Kampagne: es sind Aigeus toter Vater Kassandros sowie die jüngst in der Unterwelt angekommenen Schatten seiner Schwester, seines Schwagers und seines Mentors Hermolaos. Nun wird Aigeus‘ persönlicher Plot klar: der Rat von Theben hat nicht nur seien Vater, sondern gerade nun auch seine Schwester und Hermolaos ermordet – weil er um seine Macht fürchtet und Aigeus wahrscheinlich als Kandidat für das Königsamt sieht, sollte diesem gelingen, den Löwen zu besiegen und einen Frieden mit König Erginos von Phokis zu erreichen.
Schließlich erreichen die Heroen einen schwarzen Berg, auf dessen halber Höhe sich die Höhle des Löwen befindet. Es kommt zu einem epischen Endkampf, in dem die drei Charaktere schließlich die Bestie bezwingen. Dieser Kampf jedoch zieht Hades‘ Aufmerksamkeit auf sie, und er schickt wahre Heere von Untoten und Schatten los, um die Menschen, die sich so dreist in sein Reich geschlichen haben, zu vernichten. Die Heroen ziehen sich unter zunehmender Verzweiflung bis auf die Spitze des Berges zurück, wo sie eine spektakuläre Rettung durch den Gott Hermes erfahren: aus den neuen Sandalen, die er Glyke untergeschoben hat, wachsen göttliche Flügel, und sich umklammernd werden die Helden durch die Nebel der Unterwelt himmelwärts getragen, bis sie im rasanten Flug schließlich das Bewusstsein verlieren.

 

Weitere Folgen der Kampagne

Die Kampagne endet damit, dass die Charaktere sich am Ausgang einer eingestürzten Höhle auf einer Insel in der Ägäis wiederfinden. Die Begegnung mit Aigeus‘ Familie und Hermolaos in der Unterwelt stellt den Grund dar, warum der Offizier nun seine Heimat verlassen muss. Er sinnt auf Rache und will zunächst untertauchen und Gefährten sammeln, mit denen er irgendwann nach Theben zurückkehren, seine Familie rächen, den Rat entmachten, den Krieg mit Phokis beenden und einen neuen König einsetzen kann. Und wahrscheinlich lebt seine Mutter noch und ist ebenfalls auf der Flucht…
Antheia will es dagegen riskieren, alleine zurück zum Kentauren Cheiron zu reisen, um mit diesem über das Geschehene zu sprechen und mehr über den Götterkrieg zu erfahren.
Beide Helden erhalten das Merkmal „Von Hades verflucht“; der Herr der Unterwelt wird ihnen in Zukunft noch öfter Steine in den Weg legen. Das Wohlwollen Artemis‘ ist ihnen dagegen für ihre Heldentat vorerst sicher.

Nach dem Tod des Löwen ist der Kithairon wieder sicher (zumindest so wie zuvor), und der Handel zwischen Boiotien und Attika wird wieder aufgenommen. Der Rat von Theben hat in der Nacht des Mordes an Aigeus‘ Familie mehrere unliebsame Personen in der Stadt beseitigt, es kam zu Straßenschlachten, die nun einer Verschwörung des abtrünnigen Offiziers Aigeus mit dem König von Phokis in die Schuhe geschoben werden. Einige Getreue des Hermolaos, die den Anschlag überlebt haben, glauben daran nicht; sie begegnen auf ihrer Flucht Aigeus‘ Mutter, die mit Hilfe ihres Leibwächters ebenfalls fliehen konnte, und machen sich gemeinsam auf den Weg ins Exil.

Im nächsten Jahr wird es zu erneuten thebanischen Kriegszügen in phokisches Gebiet kommen sowie zu Versuchen, Lokris als Verbündeten zu gewinnen; der Rat sichert seine Macht durch erhöhte Steuern, eine militärische Aufrüstung und versucht, seinen Einfluss auf den Golf von Korinth und in die Straße von Euboia auszuweiten sowie sich auch Attika gewogen zu stimmen. Sollte es dem Rat von Theben schließlich gelingen, Orchomenos zu unterwerfen, könnte er sogar die Eroberung Korinths und damit die Kontrolle über den Isthmus, der den Peloponnes mit Zentralgriechenland verbindet, anstreben und damit zu einem Machtfaktor vergleichbar mit Mykene werden. Es sei denn, Helden machen den Ratsfamilien einen Strich durch die Rechnung…

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