Pandora als Settingbuch

Nach einigem Überlegen plane ich derzeit, Pandora als erstes Settingbuch für Triakonta Fantasy (zunächst wieder als geschlossene Beta für interessierte Testspieler und Lektoren) zu veröffentlichen. Nicht zeitnah, aber auf jeden Fall überhaupt. Zum einen, weil ich dafür schon eine Menge Material habe, zum anderen, weil darin dann vorzeitig einige Teile der Bücher 2 und 3 bereits in die externe Testphase kommen können – beispielsweise Zufallstabellen für den Spielleiter oder ein abstraktes Beute-System, sowie Alchimie (die hier Spagyrik heißt) und magische Artefakte (Telesmata). Auch Theurgisches Wirken durch die Spielercharaktere bekommt ein ausführliches Kapitel, wird aber deutlich freier und weniger stark mechanisiert sein als ein Magiesystem für klassische Fantasy. 

Zusätzlich bietet Pandora aufgrund seines speziellen Settings einige Besonderheiten, die das Spiel darin einzigartig machen – etwa die Heldenfahrt, bei der die Spielercharaktere mit einem eigenen Schiff und einer Mannschaft unterwegs sind und als Entdecker, Händler, Piraten oder Söldner auf eigene Faust auch in größerem Maßstab die helladische Welt erkunden können. In diese Strukturen wird auch ein simples Unterstützungssystem für verbündete (oder eroberte) Orte integriert werden, welche die Helden z.B. mit Handelswaren, vergünstigten Preisen oder Logistik unterstützen können. Dieses System wird die ursprüngliche Idee eines Systems der Verwaltung einer ganzen Polis (vorerst) ersetzen, grundsätzlich aber auch für eine „landgebundene“ Heldengruppe nutzbar sein.

Was im Settingbuch einen deutlich geringeren Platz einnehmen wird als ursprünglich geplant, ist eine detaillierte Weltbeschreibung. Der erste Grund dafür ist, dass eine solche erstens für mich ein sehr hohes Maß an Rechercheaufwand bedeutet, in dem ich mich gerne verzettle. Auch wenn Pandora kein historisches Setting ist, habe ich mich immer gern von der irdischen Geschichte inspirieren lassen und etwa bei Orten und Völkern auf archäologisches Wissen zurückgegriffen – und da kann man schon mal Stunden auch für kleine Teile der Spielwelt investieren, die am Ende nur ein, zwei Absätze im Buch erhalten. Zweitens ist diese Tätigkeit meiner Ansicht nach durchaus ein spaßbringender Teil der Spielweltvorbereitung und erlaubt eine bessere Anpassung des Hintergrunds an die Wünsche der Spielgruppe als ein möglichst komplett spielfertiges Setting. Dementsprechend wird sich die Hintergrundbeschreibung eher auf das große Ganze (also die helladische Kultur) und einige ausgewählte Schlaglichter und Besonderheiten einzelner Regionen (z.B.  Kreta oder die Länder um den pagasitischen Golf) konzentrieren sowie auf eine Handvoll größerer Abenteuer- und Kampagnenideen (z.B. den Krieg um die Unterwelt, die Einflüsse atlantischer Kulte und den Kampf der Götter um die Vorherrschaft auf der Welt der Sterblichen).

Gleichzeitig werden die Kulturräume abseits des griechischen Kernlands nur angerissen – auch dies primär aus Platz- und Aufwandsgründen. Auch so wird das Settingbuch Pandora voraussichtlich 180 bis 200 Seiten haben und damit etwa genauso umfangreich sein wie das Profanregelbuch. Es soll alles bieten, was man für das Spiel (zusätzlich zum Buch 1 der Triakonta Fantasy-Regeln) braucht – inklusive eines Bestiariums, Ausrüstung et cetera. In späteren Zeiten (heißt, nach der Veröffentlichung von Buch 2 und 3) wird das Settingbuch wieder etwas gekürzt werden können (wenn Alchimie, Artefakte und Spielleiterhilfen in den entsprechenden generischen Regelbüchern enthalten sind); dieser Iterationsprozess hat sich in der Vergangenheit als vorteilhaft für die Regelentwicklung erwiesen.

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