Drei Jahre RPGnosis

Schon wieder jährt sich das Bestehen dieses Blogs… gefühlt immer schneller rennt die Zeit dahin – und ebenso gefühlt kommt man zu immer weniger. Wie jedes Jahr möchte ich einen kurzen Einblick in die Statistiken und Interna dieses Blogs geben.

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By the book, ad hoc und Hausregeln (Karneval der Rollenspielblogs)

Deadline verpasst – trotzdem möchte ich mich noch verspätet am Thema beteiligen. Der Karneval der Rollenspielblogs, im Dezember von w6 vs. w12 organisiert (und hier bereits nachbetrachtet), dreht sich um das zeitlos aktuelle Thema, Rollenspielregeln möglichst „by the book“, also fair, nachvollziehbar und auf gemeinsamem Konsens (sprich: der gemeinsamen Auswahl eines Regelwerks) basierend, oder eher spontan durch SL oder Schnellabsprache im Spiel „ad hoc“ improvisiert, vielleicht am Ende gar „gehandwedelt“, anzuwenden. Ein weites Feld, ein Thema, das die Gemüter erhitzt und Grabenkämpfe verursachen kann, und bei dem die Diskrepanz zwischen Erlebnisspiel und Erzählspiel ebenso wie Brüche und Differenzen in Kommunikation, Sozialgefüge und individuellen Erwartungshaltungen der Mitspieler ungewöhnlich deutlich zutage treten können. Die Teilnehmer des Karnevals haben zu vielen Aspekten dieses breiten Themas schon sehr sinnvolle Dinge geschrieben, Falk von hoch ist gut hat gar Communitybefragungen in verschiedenen Foren zum Umgang damit durchgeführt.

In meiner eigenen, vor längerem begonnenen Theorie des Rollenspiels als Interaktion im Vorstellungsraum, handelt es sich bei Problemen, die aufgrund der Frage des Karnevalsthemas aufkommen, um Differenzen der Mitspieler in ihren Konditionen des Vorstellungsraums, namentlich den Spielweltregeln und Metaregeln. Ich möchte in diesem Beitrag – nach unvermeidbaren Definitionen – auf die praktischen Grundlagen des Themas eingehen und einige Überlegungen zum konkreten Umgang mit ad-hoc-Regelungen in ihrer Abgrenzung zu den rules as written (RAW) beisteuern, die mir selbst wichtig erscheinen, insbesondere zum Übergang von RAW (=by the book) über ad hoc zu RAI und Hausregeln sowie einige Anwendungstipps. Das RPGnossar wurde hierfür aktuell um diese beiden Begriffe (RAW und RAI) ergänzt.
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Fünfter Zwischenbericht 2015

Wie Ihr bemerkt habt, geht es hier auf dem Blog in letzter Zeit nur schleppend voran. Das hat den (schon erwähnten) Grund, dass ich eine neue Arbeitsstelle habe, die mich momentan derart in Beschlag nimmt, dass ich vorerst nicht mehr in der gewohnten Frequenz und Ausführlichkeit weiterbloggen kann. Hinter meinen Artikeln stehen oft mehr als nur eine Stunde Arbeit, wozu ich derzeit einfach nicht komme, und Abstriche in Format und Ausführlichkeit möchte ich eigentlich nicht machen.

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Vierter Zwischenbericht 2015

Wie der regelmäßige Besucher merkt, stockt meine Rezensionsserie zu DSA5 gerade. Das hat den Grund, dass ich derzeit komplett mit meinem Umzug beschäftigt bin. Der nächste Teil (zu den Magie- und Geweihtenregeln) wird sich deswegen leider noch etwas verzögern, möglicherweise/wahrscheinlich bis in die zweite Septemberwoche.

Geht leider nicht anders, aber manche Dinge müssen zwangsläufig Priorität haben.

In aller Kürze: Spielertypen, wissenschaftlich nachweisbar oder Hirngespinst?

Der einzige Beitrag im Juli, und der auch noch kurz – seht es mir nach, die persönlichen Umstände haben derzeit leider nicht mehr hergegeben. Nach dem Sommer wird sich das sicher wieder ändern. Aus gegebenem Anlass muss ich das hier aber kurz loswerden:

Beim Rollenspiel-Almanach wurde gerade auf ein interessantes wissenschaftliches Projekt aufmerksam gemacht – es geht um die Untersuchung von „Spielertypen“, ausgehend von den Postulaten Laws‘. Ziel ist es, dessen Klassifikation (buttkicker, method actor und so weiter) zu überprüfen und gegebenenfalls Alternativen aufzuzeigen. Dafür wird ein relativ ausführlicher Fragebogen bereitgestellt (150 Aussagen, die jeweils auf einer 5er-Skala bewertet werden sollen) und anschließend ausgewertet.

Die methodische Erklärung klingt wie aus dem Testentwicklungs-Lehrbuch, weswegen ich durchaus optimistisch bin, dass hier interessante Erkenntnisse zustandekommen können; sei es, dass sich Laws‘ Spielertypen als Dimensionen im Fragebogen tatsächlich wiederfinden und ein kurzer, knackiger und aussagekräftiger Spielertypentest daraus entwickelt wird, sei es, dass sich weniger, mehr oder andere Faktoren als die gewohnten 6 bis 7 herauskristallisieren – was auch eine relevante Erkenntnis wäre. Soweit ich mich an meine Diagnostik- und Testtheorie-Veranstaltungen erinnere, will hier tatsächlich mit wissenschaftlichem Anspruch methodisch sauber gearbeitet werden; ein Grund mehr, die Sache zu unterstützen.

Also, nehmt euch zehn Minuten Zeit, füllt den Fragebogen aus und sagt euren Mitrollenspielern Bescheid, das ebenfalls zu machen – denn nur mit ausreichend vielen Teilnehmern sind solche Untersuchungen möglich.