Rollenspieltheorie vs. Rollenspielforschung

Nachdem ich letztens im Interview beim Eskapodcast war und mich dort mit Martin über Rollenspieltheorie unterhalten habe, kamen in den Kommentaren dort einige interessante Anmerkungen, beispielsweise:

Wenn man dann noch meint, das Feld Rollenspiel soziologisch, literaturwissenschaftlich usw. erfassen zu müssen, kann man das in den jeweiligen Fachgebieten tun; den Spieltischen wird das aber wenig bringen.
– (YY)

Schon in der Vorbereitung auf die Aufnahme habe ich auch etwas über die im Titel dieses Beitrags genannten Unterscheidung nachgedacht und möchte hier sozusagen ein wenig „nachreichen“, worin sich Rollenspieltheorie und Rollenspielforschung unterscheiden, sowohl in der Zielsetzung als auch in der Methode. Und vielleicht noch ein paar wenig sortierte Gedanken rund um diese Themen, die für einen eigenen Artikel zu kurz oder unstrukturiert sind.

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RPGnosis im Interview

Martin vom Eskapodcast hat mich zu einem Interview eingeladen, wo ich natürlich nicht nein sagen konnte – immerhin ist der Eskapodcast seit Jahren eine feste Größe in der deutschen Rollenspielszene, und eigentlich immer unterhaltsam und informativ. In einer guten Stunde rede ich darin mit Martin primär über Rollenspieltheorie: Hier geht’s direkt zur Folge. Weiterlesen

Der Vorstellungsraum (4): Metagaming

Clickbait-mäßig sollte dieser Artikel „The Ultimate Guide to Metagaming in Pen & Paper-RPGs“ heißen, ich habe mich dann aber doch für den kürzeren Titel und Einreihung in meine Serie zum Vorstellungsraum entschieden. Es geht um eine ganz wesentliche Kondition zur Errichtung desselben und dem Spielgeschehen überhaupt, die ihre Tentakel in vielfältiger Bereich des Rollenspielgeschehens ausstreckt. Für mich ist der Umgang mit verschiedenen Arten des Metagamings eine ganz zentrale Komponente des individuellen Spielstils und damit auch der Funktionalität der Spielgruppe, und weil der Begriff „Metagaming“ oft schwammig und uneinheitlich benutzt wird, möchte ich ihn hier etwas genauer analysieren.

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[Historie] Samaris

Moritz von der Seifenkiste hat gerade eine interessante Reihe unter dem Label „Historie“ am Laufen, in dem er verschiedene (ur-)alte Rollenspielbücher zeigt. Und da er scheinbar tatsächlich nicht alle Obskuritäten dieser Welt kennt (was mich zwar wundert, aber niemand ist ja perfekt), möchte ich hier eine nur vielleicht knapp drei Dutzend Jahre zu spät erschienene Kurzrezension zu einer ebensolchen zum Besten geben, die ich seit sehr langer Zeit mit meiner Rollenspielsammlung herumschleppe. Warum, weiß ich selbst nicht so genau, aber lest selbst, um einen kurzen Blick in eine weit entfernte Vergangenheit zu werfen und zu erfahren, was man damals so alles publizieren konnte… Weiterlesen

Der Vorstellungsraum (3.2): Erzähltheorie und Rollenspiel

Lange ruhte diese Serie, mit der ich eine neue Theorie des Rollenspiels als Rollenspiel entwickeln will. Insbesondere, seit ich wieder etwas mehr Podcasts höre und „generische“ deutsche Rollenspielblogs (oder teilweise auch Systemforen) lese, fällt mir immer wieder auf, wie dringend notwendig eine stärkere theoretische Fundierung für häufig zerfaserte Argumentationen oder schlecht begründete Meinungsäußerungen wären – sowohl, um einen Erkenntnisfortschritt über unser Hobby, über Rollenspieldesign und vor allem auch die individuellen Spielweisen und Vorlieben zu generieren. Dieser (recht lange) Artikel will einen Überblick über den aktuellen Stand der Theorie des Vorstellungsraums geben sowie – quasi experimentell – die Parallelen zur Erzähltheorie aufzeigen, deren (ausgewähltes) Vokabular sich hierauf erstaunlich gut anwenden lässt.

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Pandora – Die Heldenfahrt (2): Gefolgsleute

Wie zuletzt angekündigt, arbeite ich derzeit am Bereich der Heldenfahrt, einem Satz von Strukturen und Mechaniken, der den Spielercharakteren erlaubt, mit einer Schar von Gefolgsleuten und einem eigenen Schiff auf Abenteuer auszuziehen. Im vorherigen Artikel habe ich einen kurzen Überblick gegeben, hier soll es nun um das wesentliche Element der Gefolgsleute bzw. Schffismannschaft gehen.

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Pandora – Die Heldenfahrt

Eines der besonderen Features von Pandora wird die Heldenfahrt, bei der die Heroen mit einem eigenen Schiff und einer Mannschaft treuer Gefolgsleute die Inseln, Meere und Küsten von Hellas erkunden können. In diesem Beitrag möchte ich einige Einblicke in Ziele, Design, Strukturen und Mechaniken dieser Kampagnenform (oder -ergänzung) geben und gerne auch darüber mit Euch in Austausch kommen. Weiterlesen

Pandora als Settingbuch

Nach einigem Überlegen plane ich derzeit, Pandora als erstes Settingbuch für Triakonta Fantasy (zunächst wieder als geschlossene Beta für interessierte Testspieler und Lektoren) zu veröffentlichen. Nicht zeitnah, aber auf jeden Fall überhaupt. Zum einen, weil ich dafür schon eine Menge Material habe, zum anderen, weil darin dann vorzeitig einige Teile der Bücher 2 und 3 bereits in die externe Testphase kommen können – beispielsweise Zufallstabellen für den Spielleiter oder ein abstraktes Beute-System, sowie Alchimie (die hier Spagyrik heißt) und magische Artefakte (Telesmata). Auch Theurgisches Wirken durch die Spielercharaktere bekommt ein ausführliches Kapitel, wird aber deutlich freier und weniger stark mechanisiert sein als ein Magiesystem für klassische Fantasy.  Weiterlesen

Triakonta Fantasy (Buch 1) – Einstieg ins Lektorat

In diesem Beitrag möchte ich das geplante Lektorat für Triakonta Fantasy – Buch 1 (Profanregeln) kurz explizieren. Erste Anfragen haben mich erreicht, aber es kann jeder gerne auch noch zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen. Dummerweise habe ich mit dem Wechsel meines Mailkontos damals auch die alten Nachrichten verloren, in denen es bereits Anfragen gab – also, wenn ihr noch(mal) einsteigen wollt, meldet euch gerne bei rpgnosis ät web punkt de.

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RPGnosis entrümpelt seine Sammlung

Es ist Zeit für ein herbstliches Ausmisten meiner Rollenspiel- und Tabletopsammlung. Ich möchte mich von einigen Büchern und Boxen trennen – wenn euch etwas anspricht, schreibt mir einfach eine Mail (rpgnosis ät web punkt de) mit einem Gebot – das höchste höchste solche erhält den Zuschlag. Bezahlung per PayPal oder Überweisung (Vorkasse). Bilder gibt es auf Wunsch per Mail.

 

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HeXXen 1733: Gedanken vor dem ersten Spiel

Jetzt passiert es doch endlich noch, eine HeXXen 1733-Runde soll demnächst bei uns starten. Die Spielerkonstellation ist etwas schwierig (kleine Kinder verschiedener Haushalte sind zu betreuen), aber gerade da wir vermutlich nur selten zum Spielen kommen, kann ich meine Motivation mal wieder in einen Blogbeitrag stecken, der eh schon lange angekündigt war. Weiterlesen